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Die Schwarzromantiker Adversus sind zurück, und das kompromissloser als je zuvor. „Der Zeit abhanden – Elf Märchen für Entflohene“ erschein als dickes Bundle aus CD und Buch Anfang Dezember 2010. Elf brachial-romantische Stücke in bester Adversus-Manie(r) bieten dem anspruchsvollen Hörer das, worauf er gehofft hat. Musikalisch zieht Rosendorn mit seinen Mannen wieder einmal alle ihm zur Verfügung stehenden Register. War Laya nur eine lauschige Erholungspause, geht es mit „Der Zeit abhanden“ wieder voll zur Sache: Anspruchsvolle, bombastische Orchesterpassagen wechseln sich ab mit finsteren Brachialmetal-Attacken, unterbrochen von folkig-mittelalterlichen Streicher-und Flötenklängen und komplexen Synthie-Spielereien. Über allem schwebt –zum ersten Mal auf einem „großen“ Album“–Aysels einmalige Opernstimme, kontrastiert von Rosendorns bekannt wahnwitzigen Shouts. Interne Kenner der Band charakterisieren das Album sowohl als zugänglicher als dessen Vorgänger „Einer Nacht Gewesenes“ als auch als deutlich härter und druckvoller, verglichen mit den bisherigen Werken. Der Untertitel über „Elf Märchen“ kommt nicht von ungefähr, denn bei diesem Werk ahndelt es sich um eine Buch-CD. In diesem Zusammenhang gibt Adversus die Zusammenarbeit mit gleich zwei Firmen bekannt: Dem Plattenlabel Sonorium – Schwarze Klangkunst und dem Berliner Verlag Periplaneta, bekannt unter anderem durch seine Präsenz auf dem WGT und die Zusammenarbeit mit dem Szeneautor Christian von Aster. „Der Zeit abhanden“ ist ein schwarzromantisches Konzeptwerk, wie man es selten gesehen hat: Elf Kurzgeschichten, die den elf Songs auf der CD entsprechen, geschrieben von Band-Gehirn Rosendorn, bilden auf über 160 Seiten einen spannenden, bedrohlichen, berührenden Reigen aus erzählender Literatur, die mal schauerlich- unterhaltsam, mal surreal-schräg, mal nachdenklich-sperrig daher kommt. Rosendorn entführt seine Leser in eine seltsame Zwischenwelt zwischen dem Hier und dem Sonstwo, bewohnt nicht nur von Normalos wie du und ich, sondern auch von lebenden Häusern, Kellerkindern, Grablichtmädchen, unsterblichen Kriegern und Dingen, die des Nachts aus Spiegeln kommen. Die Veröffentlichung dieses ungewöhnlichen Stücks Düsterkunst wird begleitet vom ersten offiziellen Adversus-Videoclip „Ein Ding im Spiegel“, der mit seiner schrägen Mischung aus Realfilm und Animationsgeschichte bereits im Internet für Aufsehen sorgt.
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